Nationalität

Bedingungen

 

  1. zum Zeitpunkt der Einreichung des Einbürgerungsantrags das 18. Lebensjahr vollendet haben.
     
  2. bei der Einreichung des Einbürgerungsantrags seit mindestens 7 Jahren in Folge im Besitz einer Aufenthaltserlaubnis sein und den tatsächlichen Wohnsitz in Luxemburg haben. Bei Bewerbern, die in Luxemburg als Flüchtlinge im Sinne der am 28. Juli 1951 unterzeichneten Genfer Flüchtlingskonvention über die Rechtsstellung der Flüchtlinge anerkannt wurden, wird der Zeitraum zwischen dem Tag der Einreichung des Asylantrags und dem Datum der Anerkennung des Flüchtlingsstatus durch den zuständigen Minister einem erlaubten Aufenthalt im Sinne des Gesetzes gleichgestellt. Als Nachweis ist eine Bescheinigung der Einwanderungsbehörde (Direction de l’Immigration) des Ministeriums für auswärtige und europäische Angelegenheiten (Ministère des Affaires étrangères et européennes) vorzulegen.
     
  3. die mündliche Prüfung in der luxemburgischen Sprache bestanden haben. Von dieser Sprachprüfung befreit sind Bewerber, die: mindestens 7 Jahre ihrer Schulzeit in Luxemburg absolviert haben, und zwar entweder an einer öffentlichen Schule oder an einer Privatschule, an der die Lehrpläne der öffentlichen Schulen gelten. Als Nachweis sind Bescheinigungen der zuständigen Dienststellen der Gemeinden, in denen der Bewerber die Grundschule besucht hat, Bescheinigungen der von ihm besuchten weiterführenden Schulen oder beglaubigte Fotokopien seiner Schulzeugnisse vorzulegen; vor dem 31. Dezember 1984 über eine Aufenthaltserlaubnis für Luxemburg verfügen und seit diesem Tag oder länger dort wohnen. Als Nachweis sind Wohnsitzbescheinigungen der jeweiligen Gemeinden vorzulegen;
  4. an den Kursen zur Staatsbürgerkunde teilgenommen haben. Von dieser Teilnahme befreit sind Bewerber, die: mindestens 7 Jahre ihrer Schulzeit in Luxemburg absolviert haben, und zwar entweder an einer öffentlichen Schule oder an einer Privatschule, an der die Lehrpläne der öffentlichen Schulen gelten. Als Nachweis sind Bescheinigungen der zuständigen Dienststellen der Gemeinden, in denen der Bewerber die Grundschule besucht hat, Bescheinigungen der von ihm besuchten weiterführenden Schulen oder beglaubigte Fotokopien seiner Schulzeugnisse vorzulegen; vor dem 31. Dezember 1984 über eine Aufenthaltserlaubnis für Luxemburg verfügen und seit diesem Tag oder länger dort wohnen. Als Nachweis sind Wohnsitzbescheinigungen der jeweiligen Gemeinden vorzulegen;
  5. die Voraussetzung der strafrechtlichen Unbescholtenheit erfüllen. Die Einbürgerung kann einem Bewerber verweigert werden, der: im Rahmen seines Einbürgerungsantrags falsche Angaben gemacht, wichtige Fakten verschwiegen oder in betrügerischer Absicht gehandelt hat; entweder im In- oder Ausland wegen eines Verbrechens und/oder zu einer Freiheitsstrafe ohne Bewährung von einem Jahr oder mehr verurteilt wurde, wobei der dieser Verurteilung zugrundeliegende Tatbestand auch nach luxemburgischem Recht eine strafbare Handlung darstellen muss, und wenn seine Strafe gegebenenfalls, außer im Falle einer Rehabilitierung, weniger als 15 Jahre vor Einreichung des Einbürgerungsantrags endgültig vollstreckt wurde.

 

Aberkennung der luxemburgischen Staatsbürgerschaft

 

Einer Person, welche die luxemburgische Staatsbürgerschaft erworben hat, kann diese wieder aberkannt werden, sofern sie dadurch nicht staatenlos wird:

  • falls sie die luxemburgische Staatsbürgerschaft durch falsche Angaben, Betrug oder Verschweigen wichtiger Tatsachen erlangt hat;
  • falls sie die luxemburgische Staatsbürgerschaft durch Fälschung bzw. den Gebrauch gefälschter Urkunden oder durch Namensanmaßung erlangt hat, soweit sie durch einen rechtskräftigen Gerichtsbeschluss einer dieser Straftaten für schuldig befunden wurde.

 

Belege

 

Dem Antrag auf Einbürgerung beizufügende Belege

 

Zur Bekräftigung seines Antrags muss der Einbürgerungsbewerber die nachstehenden Unterlagen vorlegen:

 

  1. einen vom Bewerber unterzeichneten und an den Justizminister gerichteten Einbürgerungsantrag (ebenfalls auf der Internetseite des Justizministeriums in der Rubrik Informationsblätter und Formulare verfügbar);
  2. eine Geburtsurkunde des Bewerbers, ausgestellt von dem Standesbeamten der zuständigen Gemeinde;
  3. gegebenenfalls die Geburtsurkunden der minderjährigen Kinder des Bewerbers;
  4. einen Lebenslauf-Fragebogen. Der Antragsteller muss: die Standardvorlage für den Lebenslauf-Fragebogen verwenden (ebenfalls verfügbar auf der Internetseite des Justizministeriums – Rubrik Informationsblätter und Formulare); diese Vorlage vollständig und wahrheitsgemäß ausfüllen; den Lebenslauf-Fragebogen unterzeichnen und das Datum der Unterzeichnung angeben; die Informationsnotiz zum Lebenslauf-Fragebogen unterzeichnen und das Datum der Unterzeichnung angeben;
  5. Bescheinigungen, die die erforderliche Aufenthaltsdauer in Luxemburg belegen. Diese Bescheinigungen sind vom Bürgermeister- und Schöffenkollegium der Gemeinden auszustellen, in denen der Bewerber während der erforderlichen Aufenthaltsdauer gewohnt hat. Diese Bescheinigung wird anschließend bei der Registerstelle der Eintragungs- und Domänenverwaltung (Administration de l’enregistrement et des domaines) eingetragen. Bestimmte Gemeinden, darunter die Stadt Luxemburg, kümmern sich um diese Formalität.
  6. eine Kopie des Reisepasses des Bewerbers (Drittstaatsangehörige müssen eine beglaubigte Kopie vorlegen). Bewerber, die in Luxemburg als Flüchtlinge im Sinne der am 28. Juli 1951 unterzeichneten Genfer Flüchtlingskonvention über die Rechtsstellung der Flüchtlinge anerkannt wurden, können eine Bescheinigung über die Rechtsstellung als Flüchtling abgeben. Diese Bescheinigung wird von der Einwanderungsbehörde (Direction de l’Immigration) des Ministeriums für auswärtige und europäische Angelegenheiten (Ministère des Affaires étrangères et européennes) ausgestellt.
  7. einen vom Strafregisteramt der Generalstaatsanwaltschaft ausgestellten Auszug aus dem luxemburgischen Strafregister (Führungszeugnisses 2);
  8. dem Strafregisterauszug vergleichbare Dokumente, falls der Bewerber im Ausland gewohnt hat. Diese Dokumente dürfen nur von den zuständigen Behörden des Herkunftslandes sowie der Länder ausgestellt werden, in denen der Bewerber ab seinem 18. Lebensjahr während der 15 Jahre vor dem Einbürgerungsantrag gewohnt hat. Bewerber, die in Luxemburg als Flüchtlinge im Sinne der am 28. Juli 1951 unterzeichneten Genfer Flüchtlingskonvention über die Rechtsstellung der Flüchtlinge anerkannt wurden, sind von der Pflicht zur Vorlage solcher Dokumente befreit;
  9. eine Bescheinigung über die bestandene Prüfung zur Bewertung der mündlichen Sprachkompetenz im Luxemburgischen. Das Nationale Spracheninstitut (Institut national des langues – INL) ist damit beauftragt, die mündliche Kommunikationskompetenz im Luxemburgischen im Hinblick auf die Zulassung zur Einbürgerung zu prüfen und zu bescheinigen. Um nähere Auskünfte über die Prüfung zur Bewertung der Sprachkenntnisse in gesprochenem Luxemburgisch und zur Anmeldung zu dieser Prüfung zu erhalten, kann der Antragsteller sich an das INL wenden. Adresse: 21, boulevard de la Foire, L-1528 Luxemburg.  Telefonnummer: (+352) 26 44 30-1.  Faxnummer: (+352) 26 44 30-330  E-Mail-Adresse: Die Kosten für den Sprachtest und die Luxemburgischkurse können unter bestimmten Bedingungen anhand eines speziellen Formulars, das datiert und unterschrieben an die Staatsangehörigkeitsabteilung des Justizministeriums zu schicken ist, erstattet werden. Weitere Informationen hierzu sind dem entsprechenden Merkblatt zu entnehmen (ebenfalls verfügbar auf der Internetseite des Justizministeriums – Rubrik „Staatsangehörigkeit”).
  10. eine Bescheinigung über die Teilnahme an den Kursen in Staatsbürgerkunde (die Teilnahme ist kostenlos). Für die Veranstaltung der Kurse in Staatsbürgerkunde, die für die Zulassung zur Einbürgerung zu besuchen sind, ist die Abteilung für Erwachsenenbildung (Service de la Formation des Adultes) des Ministeriums für Bildung, Kinder und Jugend (Ministère de l’Education nationale, de l’Enfance et de la Jeunesse) zuständig. Der Bewerber muss an mindestens 3 Kursen teilnehmen. Es gibt keine Prüfung am Ende der Kurse: es wird anhand einer Anwesenheitsliste eine Teilnahmebescheinigung ausgestellt.

 

Pflichtkurse:

 

Die Grundrechte der Bürger und das öffentliche Leben;
Die staatlichen Institutionen Luxemburgs.

 

Sonstige Kurse (der Bewerber muss mindestens einen Kurs aus den nachstehend aufgeführten Themenbereichen auswählen):

  • Die Geschichte des Großherzogtums Luxemburg: Entstehung eines Nationalstaates im 19. Jahrhundert;
  • Die Geschichte des Großherzogtums Luxemburg: Luxemburg im 20. Jahrhundert;
  • Die Geschichte der europäischen Einigung: Luxemburg und der europäische Einigungsprozess von 1945 bis 2006;
  • Die luxemburgischen Institutionen auf kommunaler Ebene;
  • Wirtschaftspolitik: Die Wirtschaftsstrukturen des Großherzogtums Luxemburg;
  • Das Berufsleben: Arbeitsrecht in Luxemburg;
  • Der soziale Zusammenhalt: Prinzip und System der Sozialversicherung in Luxemburg;
  • Die Presse: Medien in Luxemburg: Presse und Kommunikation.

 

Aus organisatorischen Gründen werden die Veranstaltungsorte und -termine sowie die Sprachen, in denen die Kurse abgehalten werden (Luxemburgisch, Deutsch, Französisch, Englisch, Portugiesisch), nicht mehr veröffentlicht. Die Kurse finden während des gesamten Schuljahres (außer in den Schulferien) je nach Zahl der Anmeldungen statt.

Die Bewerber können sich allerdings schon vorab zu diesen Kursen anmelden, indem sie das ordnungsgemäß ausgefüllte Anmeldeformular per Post an die weiterführende Schule ihrer Wahl schicken. Dieses Formular kann direkt auf dem eigenen Computer ausgefüllt und anschließend ausgedruckt werden. Außerdem kann das Anmeldeformular auf telefonische Anfrage unter einer der folgenden Telefonnummern per Post zugeschickt werden: 24 78 52 32 oder 24 78 51 53.

 

Die Schule setzt sich mit den Betroffenen in Verbindung, sobald die Teilnehmerzahl für die Veranstaltung eines Kurses in Staatsbürgerkunde ausreicht. Die Bewerber erhalten ein Schreiben von der Schule, in dem sie über die Veranstaltungsorte und -termine (Daten und Uhrzeiten) der Kurse informiert werden. Bewerber, die weitere Informationen über die Kurse in Staatsbürgerkunde wünschen und sich zu diesen Kursen anmelden wollen, können: entweder auf den Internetseiten des Ministeriums für Bildung, Kinder und Jugend oder Lifelong-learning mehr erfahren; oder sich bei der Abteilung für Erwachsenenbildung des Ministeriums für Bildung, Kinder und Jugend erkundigen:
Anschrift: 29, rue Aldringen, L-1118 Luxemburg
Telefonnummer: (+352) 24 78 51 00
Faxnummer: (+352) 24 78 51 13
E-Mail:

 

Bemerkung in Bezug auf die vorzulegenden Belege

 

Der Bewerber muss seinem Antrag die Belege im Original beifügen. Kann das Original nicht beigebracht werden, kann er eine Kopie des Originals beifügen. Unterlagen, deren Inhalt sich ändern kann, müssen neueren Datums sein.
Unterlagen, deren Inhalt sich ändern kann, müssen neueren Datums sein. Gegebenenfalls müssen die Unterlagen von einem vereidigten Übersetzer entweder ins Französische oder ins Deutsche übersetzt werden. Der Bewerber muss sämtliche Unterlagen einreichen, die zur Prüfung seines Antrags für notwendig erachtet werden.

 

Alle dem Antrag beigefügte Dokumente müssen die obligatorische Wertmarke tragen:

 

4 €  für Standesamtliche Dokumente;
2 €  für alle anderen Dokumente.

 

Prozedur

 

  • Der Bewerber muss einen datierten und unterzeichneten Antrag auf Einbürgerung an den Justizminister richten. Hierzu kann er das vom Justizministerium (Ministère de la Justice) bereitgestellte Formular verwenden.
  • Obwohl der Einbürgerungsantrag an den Justizminister zu richten ist, muss ihn der Bewerber persönlich mit allen anderen vorzulegenden Unterlagen bei seiner Wohnsitzgemeinde abgeben.
  • Wenn die gesetzlichen Voraussetzungen erfüllt sind und der Einbürgerungsantrag sowie alle erforderlichen Unterlagen vorliegen, beurkundet der Standesbeamte die Einbürgerungserklärung. Er leitet den Antrag direkt und unverzüglich an das Justizministerium weiter.
  • Die Prüfung der Unterlagen erfolgt durch die Staatsangehörigkeitsabteilung (Service de l’Indigénat) des Justizministeriums. Im Falle eines Strafverfahrens gegen den Bewerber kann jedoch eine Aussetzung des Einbürgerungsverfahrens angeordnet werden.
  • Per Erlass bewilligt der Justizminister die Einbürgerung oder lehnt sie ab. Die Einbürgerung wird am Datum des Ministerialerlasses wirksam. Der Erlass wird dem Bewerber zugestellt.

 

Wiederspruch gegen einen ablehnenden Beschluss und Aberkennen der luxemburgischen Staatsbürgerschaft

 

Gegen einen Ministerialerlass zur Ablehnung eines Einbürgerungsantrags kann der Bewerber innerhalb einer Frist von 3 Monaten ab Zustellung des Erlasses Widerspruch vor dem Verwaltungsgericht einlegen.

Gegen das Urteil des Verwaltungsgerichts kann gegebenenfalls innerhalb einer Frist von 40 Tagen nach Zustellung des Urteils durch die Geschäftsstelle des Verwaltungsgerichts vor dem Verwaltungsgerichtshof Berufung eingelegt werden. Zwecks Vertretung vor dem Verwaltungsgericht sowie vor dem Verwaltungsgerichtshof ist ein Anwalt am Gerichtshof zu bestellen.

 

Änderung von Nach- und Vornamen

 

Antrag zwecks Änderung von Nach- und Vornamen

 

Zusammen mit der Einbürgerung kann der Bewerber ebenfalls die Angleichung seines Nachnamens und/oder seines (seiner) Vornamen(s) gemäß dem Gesetz vom 7. Juni 1989 über die Angleichung der Nachnamen und Vornamen von Personen, die die luxemburgische Staatsangehörigkeit erwerben oder wiedereingebürgert werden möchten, beantragen. Dazu kann er das entsprechende Antragsformular verwenden (ebenfalls verfügbar auf der Internetseite des Justizministeriums – Rubrik Informationsblätter und Formulare).

 

Bei der Angleichung eines Nachnamens wird dieser so verändert, dass er keine ausländischen Merkmale mehr aufweist. Bewerber mit mehrteiligen Nachnamen können die Anerkennung eines der Namensbestandteile als Nachname und dessen Angleichung beantragen.

 

Bei der Angleichung eines Vornamens wird dieser durch einen in Luxemburg gebräuchlichen Vornamen ersetzt. Bei Fragen zur Angleichung des Nachnamens und des (der) Vornamen(s) sollte sich der Bewerber vor Antragstellung an die Gemeindeverwaltung seines Wohnortes bzw. an die Staatsangehörigkeitsabteilung (Service de l’Indigénat) des Justizministeriums (Ministère de la Justice) wenden.

 

Wichtige Mitteilung

 

Um die doppelte oder mehrfache Staatsangehörigkeit zu erwerben, muss sich der Bewerber im Vorfeld bei den zuständigen Behörden seines Herkunftslandes/seiner Herkunftsländer (z.B. Botschaft oder Konsulat) erkundigen, ob er im Falle des Erwerbs der luxemburgischen Staatsangehörigkeit durch Einbürgerung die ausländische(n) Staatsangehörigkeit(en) behalten kann.

 

Formulare zum downloaden: www.mj.public.lu/nationalite/Imprimes_et_formulaires.html

Zielgruppe

 

Änderung von Nach- und Vornamen

 

Folgende Personen können eine Wiedereinbürgerung beantragen:

 

Ausländer, die vor Verlust der luxemburgischen Staatsangehörigkeit (Art. 14 des Gesetzes vom 23. Oktober 2008 über die luxemburgische Staatsangehörigkeit) die luxemburgische Staatsangehörigkeit durch Abstammung besessen haben.

 

Dazu muss ein Bewerber die nachstehenden gesetzlichen Voraussetzungen erfüllen:

 

  1. die luxemburgische Staatsangehörigkeit vor deren Verlust durch Abstammung besessen haben;
  2. das 18. Lebensjahr vollendet haben;
  3. die Voraussetzung der strafrechtlichen Unbescholtenheit erfüllen.

 

Die Wiedereinbürgerung wird einem Bewerber verweigert, der im Rahmen seines Antrags auf Wiedereinbürgerung falsche Angaben gemacht, wichtige Fakten verschwiegen oder in betrügerischer Absicht gehandelt hat; entweder im In- oder Ausland wegen eines Verbrechens und/oder zu einer Freiheitsstrafe ohne Bewährung von einem Jahr oder mehr verurteilt wurde, wobei der dieser Verurteilung zugrundeliegende Tatbestand auch nach luxemburgischem Recht eine strafbare Handlung darstellen muss, und wenn seine Strafe gegebenenfalls, außer im Falle einer Rehabilitierung, weniger als 15 Jahre vor Einreichung des Wiedereinbürgerungsantrags endgültig vollstreckt wurde;

 

Ausländer mit einem Vorfahren in direkter Linie (väterlicherseits oder mütterlicherseits), der am 1. Januar 1900 die luxemburgische Staatsangehörigkeit besessen hat (Art. 29 des Gesetzes vom 23. Oktober 2008 über die luxemburgische Staatsangehörigkeit). Dazu muss ein Bewerber die nachstehenden gesetzlichen Voraussetzungen erfüllen:

 

  1. einen Vorfahren (männlich oder weiblich) haben, der am 1. Januar 1900 die luxemburgische Staatsangehörigkeit besessen hat, und dessen Nachkomme in direkter Linie (väterlicherseits oder mütterlicherseits) sein;
  2. das 18. Lebensjahr vollendet haben;
  3. die Voraussetzung der strafrechtlichen Unbescholtenheit erfüllen.

 

Die Wiedereinbürgerung wird einem Bewerber verweigert, der im Rahmen seines Antrags auf Wiedereinbürgerung falsche Angaben gemacht, wichtige Fakten verschwiegen oder in betrügerischer Absicht gehandelt hat;
entweder im In- oder Ausland wegen eines Verbrechens und/oder zu einer Freiheitsstrafe ohne Bewährung von einem Jahr oder mehr verurteilt wurde, wobei der dieser Verurteilung zugrundeliegende Tatbestand auch nach luxemburgischem Recht eine strafbare Handlung darstellen muss, und wenn seine Strafe gegebenenfalls, außer im Falle einer Rehabilitierung, weniger als 15 Jahre vor Einreichung des Wiedereinbürgerungsantrags endgültig vollstreckt wurde.

Luxemburgerinnen, die ihre luxemburgische Staatsangehörigkeit dadurch verloren haben, dass sie aufgrund ihrer Heirat oder des Erwerbs einer ausländischen Staatsangehörigkeit durch ihren Ehegatten die ausländische Staatsangehörigkeit ihres Ehegatten ohne eigenen Willensakt angenommen haben (Art. 31 des Gesetzes vom 23. Oktober 2008 über die luxemburgische Staatsangehörigkeit).

 

In diesem Fall muss die Bewerberin die nachstehenden gesetzlichen Voraussetzungen erfüllen:

 

  1. die luxemburgische Staatsangehörigkeit vor dem 1. Juli 1975 dadurch verloren haben, dass sie aufgrund ihrer Heirat oder des Erwerbs einer ausländischen Staatsangehörigkeit durch ihren Ehegatten die ausländische Staatsangehörigkeit ihres Ehegatten ohne eigenen Willensakt angenommen hat;
  2. die Bewerberin kann die luxemburgische Staatsangehörigkeit entweder durch Abstammung oder durch freiwilligen Erwerb (Einbürgerung oder Option) besessen haben.

 

Um seinen Antrag auf Wiedereinbürgerung (gemäß Artikel 29 des vorgenannten Gesetzes) zu stellen, muss der Bewerber folgende Unterlagen einreichen:

 

  1. eine von der Staatsangehörigkeitsabteilung des Justizministeriums ausgestellte Bescheinigung darüber, dass der Antragsteller einen Vorfahren in direkter Linie hat, der am 1. Januar 1900 die luxemburgische Staatsangehörigkeit besessen hat;
  2. Geburtsurkunde des Antragstellers;
  3. gegebenenfalls die Geburtsurkunden der Kinder des Antragstellers;
  4. einen Lebenslauf-Fragebogen.

 

Der Antragsteller muss:

 

  1. die Standardvorlage für den Lebenslauf-Fragebogen verwenden (ebenfalls verfügbar auf der Internetseite des Justizministeriums – Rubrik Informationsblätter und Formulare);
  2. diese Vorlage vollständig und wahrheitsgemäß ausfüllen;
  3. den Lebenslauf-Fragebogen unterzeichnen und das Datum der Unterzeichnung angeben;
  4. die Informationsnotiz zum Lebenslauf-Fragebogen unterzeichnen und das Datum der Unterzeichnung angeben;
  5. eine Kopie des Reisepasses des Bewerbers (Drittstaatsangehörige müssen eine beglaubigte Kopie vorlegen);
  6. einen vom Strafregisteramt der Generalstaatsanwaltschaft ausgestellten Auszug aus dem luxemburgischen Strafregister;
  7. dem Strafregisterauszug vergleichbare Dokumente, falls der Bewerber im Ausland gewohnt hat. Diese Dokumente dürfen nur von den zuständigen Behörden des Herkunftslandes sowie der Länder ausgestellt werden, in denen der Bewerber ab seinem 18. Lebensjahr während der 15 Jahre vor dem Einbürgerungsantrag gewohnt hat.

 

Bemerkung in Bezug auf die vorzulegenden Belege

 

Der Bewerber muss seinem Antrag die Belege im Original beifügen. Kann das Original nicht beigebracht werden, kann er eine Kopie des Originals beifügen. Unterlagen, deren Inhalt sich ändern kann, müssen neueren Datums sein.

Unterlagen, deren Inhalt sich ändern kann, müssen neueren Datums sein. Gegebenenfalls müssen die Unterlagen von einem vereidigten Übersetzer entweder ins Französische oder ins Deutsche übersetzt werden. Der Bewerber muss sämtliche Unterlagen einreichen, die zur Prüfung seines Antrags für notwendig erachtet werden.

 

Alle dem Antrag beigefügte Dokumente müssen die obligatorische Wertmarke tragen:

 

  1. 4 €  für Standesamtliche Dokumente;
  2. 2 €  für alle anderen Dokumente.ProzedurÄnderung von Nach- und VornamenÄnderung von Nach- und Vornamen

 

Prozedur

 

Änderung von Nach- und Vornamen

 

Bewerber (gemäß Artikel 14 des Gesetzes vom 23. Oktober 2008 über die luxemburgische Staatsangehörigkeit), die einen Antrag auf Wiedereinbürgerung stellen wollen, müssen:

 

  1. ihren Antrag mit allen Unterlagen persönlich bei ihrer Wohnsitzgemeinde abgeben. Befindet sich ihr Wohnsitz im Ausland, ist der vollständige Antrag bei der Gemeinde an ihrem letzten Wohnsitz in Luxemburg abzugeben oder, falls nicht vorhanden, bei der Stadtverwaltung Luxemburg;
  2. eine Wiedereinbürgerungserklärung vor dem Standesbeamten unterzeichnen.

 

Der Standesbeamte beurkundet die Wiedereinbürgerungserklärung, sofern die gesetzlichen Voraussetzungen erfüllt sind und dem Antrag alle erforderlichen Unterlagen beigefügt wurden. Er leitet den Antrag direkt und unverzüglich an das Justizministerium weiter.

 

Die Prüfung der Unterlagen erfolgt durch die Staatsangehörigkeitsabteilung (Service de l’Indigénat) des Justizministeriums. Per Erlass bewilligt der Justizminister die Wiedereinbürgerung oder lehnt sie ab.

 

Die Wiedereinbürgerung wird am Datum des Ministerialerlasses wirksam. Der Erlass wird dem Bewerber zugestellt.

Wiederspruch gegen einen ablehnenden Beschluss im Falle eines Wiedereinbürgerungsantrags.

Gegen einen Ministerialerlass zur Ablehnung eines Wiedereinbürgerungsantrags kann der Bewerber innerhalb einer Frist von 3 Monaten ab Zustellung des Erlasses Widerspruch vor dem Verwaltungsgericht einlegen.

 

Gegen das Urteil des Verwaltungsgerichts kann gegebenenfalls innerhalb einer Frist von 40 Tagen nach Zustellung des Urteils durch die Geschäftsstelle des Verwaltungsgerichts vor dem Verwaltungsgerichtshof Berufung eingelegt werden. Zwecks Vertretung vor dem Verwaltungsgericht sowie vor dem Verwaltungsgerichtshof ist ein Anwalt am Gerichtshof zu bestellen.

 

Änderung von Nach- und Vornamen

 

Zusammen mit der Wiedereinbürgerung kann der Bewerber ebenfalls die Angleichung seines Nachnamens und/oder seines (seiner) Vornamen(s) gemäß dem Gesetz vom 7. Juni 1989 über die Angleichung der Nachnamen und Vornamen von Personen, die die luxemburgische Staatsangehörigkeit erwerben oder wiedereingebürgert werden möchten, beantragen. Dazu kann er das entsprechende Antragsformular verwenden (ebenfalls verfügbar auf der Internetseite des Justizministeriums,

 

www.mj.publiclu/nationalite  (Rubrik Informationsblätter und Formulare).

 

Bei der Angleichung eines Nachnamens wird dieser so verändert, dass er keine ausländischen Merkmale mehr aufweist. Bewerber mit mehrteiligen Nachnamen können die Anerkennung eines der Namensbestandteile als Nachname und dessen Angleichung beantragen.

 

Bei der Angleichung eines Vornamens wird dieser durch einen in Luxemburg gebräuchlichen Vornamen ersetzt. Bei Fragen zur Angleichung des Nachnamens und des (der) Vornamen(s) sollte sich der Bewerber vor Antragstellung an die Gemeindeverwaltung seines Wohnortes bzw. an die Staatsangehörigkeitsabteilung (Service de l’Indigénat) des Justizministeriums (Ministère de la Justice) wenden.

 

Wichtige Mitteilung

 

Um die doppelte oder mehrfache Staatsangehörigkeit zu erwerben, muss sich der Bewerber im Vorfeld bei den zuständigen Behörden seines Herkunftslandes/seiner Herkunftsländer (z.B. Botschaft oder Konsulat) erkundigen, ob er im Falle des Erwerbs der luxemburgischen Staatsangehörigkeit durch Einbürgerung die ausländische(n) Staatsangehörigkeit(en) behalten kann.

 

http://www.mj.public.lu/nationalite/Imprimes_et_formulaires.html