Museen

Nationalmuseum der Braukunst

Seit 1999 befindet sich dieses Museum in den alten Pferdeställen des Schlosses und wird von der Stadt Wiltz sowie von der Gambrinus Bruderschaft gefördert. Es ist das erste dieser Art in Luxemburg. Der Fremdenverkehrsverein verwaltet den Betrieb und die Sammlungen.

 

Die ausgestellten Objekte ermöglichen nicht nur den Rückblick auf die 6.000 Jahre alte Geschichte der Bierherstellung, sondern dokumentieren außerdem die spannende Entwicklung der Braukunst in Luxemburg. Demnach hat der Besucher die Möglichkeit die faszinierende Welt von Wasser, Hopfen und Malz unter einem gänzlich neuen Licht zu entdecken.

 

Das Café Jhang Primus

 

Ein authentisches historisches Wirtshaus mit dem Charme der “Belle Epoque”, ausgestattet mit dem Dekor von herrlichen Einzelstücken der “guten alten Zeit”.

 

Die ausgestellten Objekte stammen aus verschiedenen nicht mehr existierenden Wirtshäusern aus der Region und gehören fast alle der Gambrinus Bruderschaft.

 

Der hölzerne Gambrinus, meisterhaft polychromiert, auf einem Fass sitzend und mit dem Bierkrug in der Hand, stammt von einem flämischen Karussell aus dem XIX. Jahrhundert. Dieser stolze Bierkönig war gelenkig, er konnte den Arm und das Bein heben.

 

Die Mikro-Brauerei

 

Die Mikro-Brauerei, eine der kleinsten Brauereien der Welt, wurde im Jahr 2000 gegründet und funktioniert unter dem Protektorat der Brauerei Simon aus Wiltz.

 

Die Mikro-Brauerei wird außerdem zu Ausbildungszwecken bei hier organisierten Seminaren genutzt. Sie ermöglicht nicht nur einen Einblick auf die verschieden Zyklen der Bierherstellung, vom Maischen der Körner, über den Brauvorgang und den Gärungsprozess, bis hin zur Lagerung, sondern kann außerdem bis zu 50 Liter Bier nach der Rezeptur des Braumeisters produzieren.

 

Besuchen Sie einen Braumeisterlehrgang: An einem Seminartag können Sie die Kunst des Bierbrauens erlernen.  Selbstverständlich dürfen Sie Ihr eigenes Gebräu vor Ort genießen.

 

www.beiermusee.lu

Gerbereimuseum

Ein kleiner Teil des Museums ist dem Gerbergewerbe gewidmet. Während die Stadt Wiltz Stolz auf seine Jahrhunderte alte Brautradition ist, existierte daneben auch noch ein anderes wichtiges Standbein der lokalen Wirtschaft, das der Ledergerberei. Die Anfänge der Wiltzer Lederindustrie reichen zurück bis ins 16. Jahrhundert. Allein im Jahr 1868 gab es in Wiltz 28 Gerbereien, wovon zwei bis in die 2. Hälfte des 20. Jahrhunderts überlebten, die Lederfabriken Ideal und Lambert. In der Periode zwischen den beiden Weltkriegen lieferte die Lederfabrik Ideal Feinleder in die ganze Welt und beschäftigte bis zu 1200 Personen.

 

Es geschah vor dem großen Eingangstor der Idealwerke, wo am 31. August 1942 mutige Lederarbeiter zum Generalstreik gegen die deutsche Besatzung aufriefen. Dieser Streik griff auf das ganze Land über, ausgelöst durch eine Welle von Protest und Wut gegen die Zwangsrekrutierung der jungen Luxemburger in die deutsche “Wehrmacht”.

 

Die Lederherstellung lief auch anfangs nach dem 2. Weltkrieg problemlos weiter. Um 1950 waren die Idealwerke die größte Luxuslederfabrik von Westeuropa. Trotzdem musste sie im Jahre 1961 schließen. Die Gerberei Lambert beschäftigte bis zu 300 Personen und produzierte vor allem Sohlleder und Antriebsriemen. Dieses Werk beendete die Produktion im Jahr 1953.

 

Ab 1961 war die Stadt Wiltz nicht mehr die Hauptstadt des Leders und somit verschwand eine vierhundertjährige Tradition. Modernere und billigere Prozeduren, die internationale Konkurrenz und die Erfindung des Kunstleders waren mit Schuld am Untergang der letzten beiden Wiltzer Gerbereien und dem Schicksal der Arbeitslosigkeit zahlreicher Einwohner unserer Stadt.

Museum der Ardennenoffensive 1944 – 1945

Das Museum wurde 1970 auf Initiative einiger Mitglieder der Vereinigung “Freunde des Ginsterfestes Wiltz” gegründet. Die Einweihung erfolgte am 24. Januar 1970.

 

Das Hauptthema ist dem schrecklichen Geschehen der Ardennenoffensive  gewidmet, der Periode vom 16. Dezember 1944 bis zum 21. Januar 1945, dem Tag der endgültigen Befreiung der Stadt Wiltz, dem Tag der gleichzeitig dem heiligen Sebastians ist, dem Schutzpatron der Stadt. Die hier ausgestellten Fotos zeugen von der heldenhaften Haltung aller Betroffenen die ihren Beitrag zur Befreiung des Öslings und des Großherzogtum Luxemburgs geleistet haben, sowohl seitens des Militärs wie der Zivilbevölkerung.

 

Das Leitmotiv der Gründer des Museum war, und ist es noch heute, den Besucher an das Leid und Elend der Soldaten und der Einwohner zu erinnern, bedingt durch die schrecklichen Verluste  an Menschenleben und Material. Es geht auch darum zu verstehen dass bei einem Kampf um die Wiedergewinnung der Freiheit immer mit unvermeidbaren Opfern zu rechnen ist. Viele Fotos, Dokumente, Gemälde, Uniformen und Kriegsmaterial welche gesammelt, ausgewählt und von den Freunden des Museums ausgestellt wurden, sind von besonderem Interesse für die Stadt Wiltz und die Region und illustrieren bestens das Unheil eines Krieges. Ein Besuch im Museum vergegenwärtigt deutlich das ganze schreckliche Spektrum der Zerstörung der Stadt Wiltz und ihrer Nachbardörfer.


Durch die mutige Haltung der Einwohner von Wiltz, sowohl beim Generalstreik vom 31. August 1942 wie auch während der ganzen Periode der deutschen Kriegsbesatzung von 1940 bis 1945, hat die Stadt den Titel “Cité Martyr” wohlverdient.

 

Das Hauptziel des Museums ist heutzutage das Interesse der Jugend auf das ausgestellte Material zu lenken damit die schrecklichen Geschehnisse nie vergessen werden, welche ihre Vorfahren durchgemacht haben. Mit dem Wissen um die Vergangenheit der damaligen Gegner und im Interesse der Versöhnung ermutigen die Freunde des Museums ihre Sympathisanten sich ihnen anzuschließen um eine friedliche Zukunft zu gewährleisten.

Praktische Informationen

Kontakt:

Syndicat d’Initiative et de Tourisme
35, rue du Château, L-9516 Wiltz
Tel.: (+352) 95 74 44
E-Mail:

 

Öffnungszeiten:

Montag bis Freitag: von 9:00 bis 12:00 und von 14:00 bis 17:00 Uhr
Samstag: von 10:00 bis 12:00 Uhr
Juli und August: Täglich von 10:00 bis 18:00 Uhr
Für Gruppen ab 10 Personen: Sondertermin nach Absprache möglich

 

Eintrittspreise:

Erwachsene: 2,50 €
Mit Audio-Guide: 3,50 €
Mit Audio-Guide und Bierprobe: 5,50 €
Kinder und Studenten unter 21 Jahren: Gratis

 

Gruppen: (min. 10 Pers.) auf Anfrage
Erwachsene, ohne Bierprobe: 2 €
Erwachsene, mit Bierprobe: 4 €


Besichtigung mit Führung: 35 € – Dauer ± 1:00 Stunde