Die Gemeinde Wiltz verpflichtet sich

Die Gemeinde Wiltz verpflichtet sich …

Wegen der globalen Herausforderung einer „nachhaltigen Entwicklung“ müssen öffentliche Akteure wie Gemeinden innovativ sein und aktiv daran arbeiten, alle Ressourcenströme in ihrer Mikro- und Makroumgebung zu beeinflussen. Es gilt daher global zu denken und lokal zu handeln. Die Methodik der Kreislaufwirtschaft erlaubt es der Gemeinde Wiltz, sich einen strukturierten Entwicklungsrahmen zu geben, um diesen Anspruch in Zukunft umzusetzen. Wiltz positioniert sich als regionale Hauptstadt der Ardennen und verpflichtet sich in diesem Sinne zur nachhaltigen Entwicklung des gesamten luxemburgischen Nordens.

 

Seit den Gemeindewahlen 2017 ist die systematische Integration der Grundsätze der Economie Circulaire in alle wichtigen Gemeindeprojekte eine der Prioritäten des Wiltzer Schöffenrates. 

 

Dieser politische Wille wurde Anfang 2018 durch die Unterzeichnung einer Charta „Economie Circulaire“ (Kreislaufwirtschaft) weiter verstärkt. Es geht darum, in Zukunft sämtliche Aktivitäten der Gemeinde Wiltz dahin zu orientieren, dass sie einen positiven Einfluss haben: auf die Gesundheit der Einwohner, die Umwelt und die lokale Wirtschaft.

 

Charta für die Kreislaufwirtschaft

Insbesondere möchte die Gemeinde Wiltz:

1.

ein Arbeitsumfeld schaffen, das es allen Gemeindediensten ermöglicht, ihre Aufgaben auf sozial und ökologisch verantwortliche Weise zu planen und zu organisieren.

2. die Aufwertung der verschiedenen materiellen Ressourcen und menschlichen Potentiale in Sinne der Economie Circulaire verstärken, um kontinuierliche Ströme in Anlehnung an die Natur auf ihrem Gemeindegebiet zu etablieren.
3.

neue Organisationsformen menschlicher Tätigkeit unterstützen, wie beispielsweise kooperative Lebensweisen (Coworking, gemeinschaftliches Wohnen, Wohngemeinschaften), gemeinschaftliche leistungsfähige Produktion (FabLab, Do-It-Yourself, Maker-Space,) sowie die gemeinschaftliche Nutzung von Gütern und Dienstleistungen (Sharing, Fahrgemeinschaften).

4.

die Biodiversität aktiv bei der Entwicklung ihrer Projekte fördern.

5.

die Rahmenbedingungen schaffen, welche die Einrichtung eines nationalen Kompetenz- und Bildungszentrums rund um die Kreislaufwirtschaft in Wiltz ermöglichen.

6.

die „Economie Circulaire“ progressiv in ihre Bauvorschriften integrieren, umso Design und Bau von Gebäuden mit hohem Mehrwert und positiven Auswirkungen auf das Umfeld zu fördern.

7. eine proaktive Kommunikationsstrategie für alle Beteiligten mit Themen rund um die „Economie Circulaire“ umsetzen.
8. eine partizipative und integrative Herangehensweise unter Einbeziehung aller Akteure fördern, um die Ausrichtung der Gemeindeentwicklung zu bestimmen und so ihre Attraktivität für die Zukunft zu garantieren.
9. die regionalen Wirtschaftsakteure ermutigen, kontinuierliche Kreisläufe zu entwickeln, welche den Wert und die inhärente Qualität der Ressourcen in jeder Phase ihres Nutzungszyklus erhalten.
10.

Pilotprojekte entwickeln, durch die Modelle oder Methodologien erarbeiten werden, die später auch in einem größeren Maßstab und anderswo anwendbar sind.