Tempo 30 Straßen

Tempo 30-Zonen: für mehr Sicherheit in der Gemeinde Wiltz

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Liebe Bürgerinnen und Bürger,

 

Verbesserung der Verkehrssicherheit, Stei­ger­ung der Lebensqualität der Anwohner und Schonung der Umwelt: dies waren die Haupt­beweggründe für die Einführung von flächen­deckenden Tempo-30-Zonen in der Gemeinde. Vor allem die Fussgänger - und darunter auch unsere Kinder - werden durch diese Maßnahme noch besser geschützt. 

 

Da der Staat keine Tempo-30-Zonen in Staatsstraßen erlaubt, arbeiten wir derzeit an der Umklassierung der rue de la Chapelle, route de Bastogne, Grand-Rue und rue de Winseler in Kommunalstraßen. Dazu muss die Abgeordnetenkammer jedoch zuerst ein entsprechendes Gesetz verabschieden. Anschließend werden auch diese Straßen auf Gemeindeebene als Tempo-30-Zonen  reglementiert.

 

Der Schöffenrat, Dezember 2019

Geringerer Bremsweg: Tempo 30 kann Leben retten!

Aufgrund der niedrigen Geschwindigkeiten verkürzt sich der Anhalteweg eines Fahrzeuges deutlich.
Das Risiko eines tödlichen Unfalls ist mit 30 km/h vier Mal geringer als mit 50 km/h.

Reduzierung des Lärms

Durch eine Reduzierung der Fahrgeschwindigkeit von 50 km/h auf 30 km/h nimmt der Lärmpegel um die Hälfte ab.

Wenig Zeitverlust

Die Tempo 30-Zonen beziehen sich nur auf die Gemeindestraßen in Wohnvierteln.

Bei einer durchschnittlichen Fahrstrecke von 300 bis 600 m bis zur nächsten Hauptstraße (wo weiterhin mit 50 km/h gefahren werden kann) ergibt sich ein Zeitverlust von lediglich 15 bis 30 Sekunden.

Reduzierte Straßenbreite

Studien zeigen dass breite Straßen die Ver­kehrs­teilnehmer zu erhöhten Geschwin­dig­keiten verleiten. Darum erlaubt die staat­liche Ver­kehrs­kommission inner­halb von Tempo 30-Zonen eine maximale befahr­bare Straßen­breite von 5,5 m. 

Einengung der Fahrbahn

Alle Straßen, die breiter als 5,5 m sind, müssen entsprechend eingeengt werden, zum Beispiel durch das Markieren von Parkstreifen. Dies ist zeit­sparend und kostengünstig realisierbar.

 

Zur Steigerung der Verkehrssicherheit werden die Park­streifen abwechselnd rechts- und links­seitig umgesetzt.

Erweiterung des Sichtfeldes

Der Autofahrer lenkt seinen Blick üblicher­weise auf einen Punkt, an dem er sich zwei bis drei Sekunden später befindet. Durch das Absenken der Geschwindig­keit kann der Autofahrer  sein Umfeld besser wahrnehmen: es bleibt mehr Zeit um auf Unvorher­gesehenes zu reagieren und Unfälle zu vermeiden.

Innerhalb der Tempo 30-Zonen

  • Rechts-Vorfahrt auf (fast) allen Kreuzungen!

  • Generell keine Zebrastreifen!
    Mit den reduzierten Fahrgeschwindigkeiten in den Tempo 30-Zonen sollen die Fußgänger die Möglichkeit bekommen, dort die Straße zu überqueren, wo sie möchten. Einen Umweg über einen Fuß­gängerstreifen muss somit nicht in Kauf genommen werden.

Der Erfolg liegt auf der Hand!

30kmh

Während einer einmonatigen Messung in der rue du Village in Weidingen wurde die Geschwindig­keit von rund 49.000 Durch­fahrten ausgewertet. Erfreulicherweise hielten sich 85 % der Fahrer an die erlaubte Höchst­geschwin­digkeit von 30 km/h. 

Allgemeine Regeln des „Code de la Route“

Erinnern wir kurz an die Regeln des „Code de la Route“, welche das Parken auf öffentlichen Straßen betreffen: 

  • Ein abgestelltes Fahrzeug darf den fließ­enden Verkehr nicht behindern, d.h. eine aus­­reichende Breite von mindestens 3,5 m sollte freigehalten werden. Damit können breitere Fahr­zeuge wie z.B. Feuer­wehr­autos, Müllwagen, Schulbusse oder land­wirt­schaftliche Maschinen weiter­hin vorbei­fahren. 
  • Parken auf dem Gehweg, wenn nicht anders signalisiert, ist nicht erlaubt (auch nicht mit 2 Rädern). Dies gilt für alle Straßen, un­abhängig davon, ob ein Parkstreifen besteht oder nicht.
  • Zufahrten zu öffentlichen und privaten Grund­­stücken dürfen nicht behindert werden. 
  • Außerdem gilt Parkverbot unter anderem in einer Entfernung von weniger als fünf Metern zum Zebra­streifen oder zur nächsten Kreuzung, sowie 12 m beidseitig von einer Bushaltestelle.
  • Mehr als die Hälfte der tödlichen Unfälle auf unseren Straßen sind auf eine zu hohe Geschwindig­keit zurückzuführen.
  • Wer schneller als 50 km/h durch eine Tempo 30-Zone fährt, riskiert ein Strafverfahren wegen „délit de grande vitesse” mit einem entsprechenden Punkteverlust auf seinem Führerschein oder sogar den Entzug der Fahrerlaubnis.