Pakt des interkulturellen Zusammenlebens

Pakt vum Zesummeliewen

2021 Erstmalige Unterzeichnung des "Pakt vum Zesummeliewen" für Wiltz

Seit 2021 wurde der "Kommunale Integrationsplan" (PCI) vom Ministerium für Familie, Integration und Großregion überarbeitet, um ein Pilotprojekt zu initiieren, das auf einen dynamischeren und mehrjährigen Integrationsprozess abzielt. Im April 2021 unterzeichneten die Gemeinde Wiltz sowie die Gemeinden des Syndicat intercommunal de Mertzig und des "Réidener Kanton" den "Pakt vum Zesummeliewen" mit der Ministerin für Familie und Integration Corinne Cahen und dem Präsidenten des SYVICOL Emil Eicher.

 

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Der neue "Gemeindepakt für interkulturelles Zusammenleben" (Gemengepakt)

Mit dem Gesetz vom 23. August 2023 über das interkulturelle Zusammenleben wurde der Gemeindepakt für das Zusammenleben (Gemengepakt) geschaffen, der zu seiner Umsetzung auf lokaler Ebene beiträgt.

Da die Gemeinden die erste Anlaufstelle für Menschen sind, die nach Luxemburg kommen oder ihren Wohnsitz wechseln, ist ihre Rolle bei der Gewährleistung eines harmonischen Zusammenlebens aller Bürger von entscheidender Bedeutung. Da sich die Gemeinde Wiltz dieser Rolle bewusst ist, war sie eine der ersten 13 Gemeinden des Landes, die am 27. März 2024 den besagten Gemeindepakt unterzeichnet hat.

Was ist der "Kommunale Pakt für interkulturelles Zusammenleben"?

Der Pakt für interkulturelles Zusammenleben ist eines der Instrumente, die aus dem oben genannten Gesetz hervorgegangen sind, und die Idee des "interkulturellen Zusammenlebens" ersetzt die Idee der "Integration", um nicht nur den Personenkreis, sondern auch die Ziele des Pakts zu erweitern. Mit der Unterzeichnung des Pakts verpflichten sich die Gemeinde, der SYVICOL und das Ministerium für Familie, Solidarität, Zusammenleben und Unterbringung von Flüchtlingen zu einer engen Zusammenarbeit im Hinblick auf einen mehrjährigen und partizipativen Prozess, der folgende Schwerpunkte setzt:

  • den Zugang zu Informationen,
  • die Beteiligung aller Personen, die auf dem Gebiet der Gemeinde leben oder arbeiten, und
  • die Bekämpfung von Rassismus und jeglicher Form von Diskriminierung.

    Der "Gemengepakt" ist in thematischen Zyklen aufgebaut, die ihrerseits in fünf Phasen ablaufen:

    1. Politisches Engagement,
    2. die Bestandsaufnahme,
    3. Bürgerworkshops, in denen konkrete Maßnahmen erarbeitet werden,
    4. die Umsetzung konkreter Maßnahmen,
    5. die Bewertung der geleisteten Arbeit.

    Warum brauchen wir einen "kommunalen Pakt für interkulturelles Zusammenleben"?


    Angesichts der großen Wohnungsbauprojekte, die die Gemeinde Wiltz in den kommenden Jahren prägen werden, ist es für die Gemeindeverantwortlichen wichtig, den sozialen Zusammenhalt und das interkulturelle und intergenerationelle Zusammenleben gezielt zu stärken. Die mit diesen Entwicklungen einhergehenden Veränderungen erfordern eine nachhaltige Förderung des Gemeinschaftsgefühls und eine bewusste Integration jedes einzelnen Bürgers.

    Ziel der Gemeinde Wiltz ist es daher, sich weiterhin als inklusive und lebendige Gemeinde zu entwickeln, in der die Vielfalt ihrer Einwohner und die große Anzahl an Vereinen und Organisationen als Bereicherung und Chance angesehen werden. Mit dem Beitritt zum "Gemeindepakt des interkulturellen Zusammenlebens" möchte Wiltz eine dauerhafte Grundlage für ein harmonisches Zusammenleben schaffen.

Contact

Gilles Thilgen

Tel.: 95 99 39 294

E-mail : [email protected]