Engagement, das unsere Gemeinde lebendig macht
Hinter jedem Verein stehen Menschen, die ihre Zeit, ihre Energie und ihr Herzblut ehrenamtlich in den Dienst der Gemeinschaft stellen. Ihr Einsatz trägt wesentlich zum Zusammenhalt und zur Lebensqualität in unserer Gemeinde bei.
Mit dieser neuen Rubrik möchte die Gemeinde Wiltz jene Menschen in den Mittelpunkt stellen, die oft im Hintergrund wirken. In jeder Ausgabe des "DE BUET" werden deshalb langjährige engagierte Freiwillige aus unseren Vereinen und Organisationen porträtiert.
Gleichzeitig laden wir alle Wiltzer Vereine und Organisationen herzlich dazu ein, uns ihre verdienstvollen Ehrenamtlichen vorzuschlagen – sei es aufgrund
langjährigen Engagements, besonderer Verdienste oder eines außergewöhnlichen Einsatzes.
Sie kennen eine Person, die in einer zukünftigen Ausgabe vorgestellt werden sollte? Dann freuen wir uns auf ihre Kontaktaufnahme!
Kontakt: Gilles Thilgen
E-Mail: [email protected]
Tel.: 95 99 39 294
Weeltzer Klengdéierenziichter
Théo Schmitz
Name: Schmitz Théo
Verein: Weeltzer Klengdéierenziichter
Mitglied seit: 1973
Funktion: Präsident
Seit wann engagieren Sie sich im Verein und wie sind Sie dazu gekommen?
Ende der 1960er-Jahre besuchte ich regelmäßig den Zoo in Weidingen und half dort bei der Pflege der Tiere, insbesondere beim Füttern und beim Reinigen der Ställe. Durch den damaligen Zoobesitzer und Vereinspräsidenten Leon Grisius entdeckte ich dort meine Liebe für das Rassegeflügel. So erhielt ich meine ersten Zwerghühner und eine Mitgliedskarte. 1976 wurde ich im Alter von 16 Jahren in den Vorstand aufgenommen und übernahm direkt das Amt des Tätowiermeisters für Jungkaninchen.
Was bereitet Ihnen an Ihrer Tätigkeit im Verein am meisten Freude?
Natürlich die Liebe zum Tier und die Herausforderungen bei Organisationen von Ausstellungen und der Kontakt zu Gleichgesinnten.
Gibt es ein besonderes Erlebnis oder eine schöne Erinnerung aus Ihrer Zeit als Ehrenamtlicher, die Sie teilen möchten?
In den 50 Jahren im Vorstand gibt es zahlreiche schöne Erinnerungen. Besonders hervorzuheben sind vielleicht die Jahre 1985 bis 1990, in denen wir zahlreiche junge Menschen als aktive Züchter in unserem Verein begrüßen konnten.
Welche Botschaft würden Sie gerne anderen Menschen mitgeben, die überlegen, sich ebenfalls freiwillig einzusetzen?
Wer eine Leidenschaft hat, sollte sie ausleben und sich Schritt für Schritt engagieren. Zu schnell in der Hierarchie aufsteigen zu wollen, geht meist schief. Ebenso wichtig ist es, sich einen erfahrenen Lehrmeister zu suchen.
Welche Herausforderungen haben Sie in Ihrem Engagement erlebt?
Zu den größten Herausforderungen gehörten die Organisation mehrerer Landeskongresse mit über 200 Delegierten sowie die Betreuung des Ausstellungsbüros der Landesausstellungen während mehr als 30 Jahren. Daneben organisierten wir jedes Jahr zwei Ausstellungen in Wiltz.
Was wünschen Sie sich, damit die Arbeit von Ehrenamtlichen in Zukunft leichter wird oder besser unterstützt wird?
Ehrenamtliche Arbeit wird durch klare Regeln, verständliche Vorgaben der Behörden und eine gute Aufgabenverteilung innerhalb des Vereins erleichtert. Darüber hinaus wünsche ich mir eine stärkere öffentliche Anerkennung des Ehrenamts sowie ausreichende Fördermittel für Vereine und ihre Projekte.
Nico Wagener
Name: Wagener Nico
Verein: Weeltzer Klengdéierenziichter
Mitglied seit: 1987
Funktion: Vorstandsmitglied
Seit wann engagieren Sie sich im Verein und wie sind Sie dazu gekommen?
Bereits als Kind habe ich Kaninchen gezüchtet, allerdings keine Rassetiere. 1985 besuchte ich erstmals eine Kleintierausstellung in Wiltz und lernte wenig später unseren heutigen Präsidenten bei einer Weiterbildung am Arbeitsplatz kennen. Er fragte mich, ob ich Interesse hätte, Rassekaninchen zu züchten und mich an der Ausstellung in Wiltz zu beteiligen. 1987 stellte ich dann meine ersten Riesenschecken-Kaninchen aus.
Was bereitet Ihnen an Ihrer Tätigkeit im Verein am meisten Freude?
Am meisten Freude bereitet mir die Herausforderung, meine Rassetiere kontinuierlich zu verbessern. Dazu tragen insbesondere die vom Verein organisierten Züchterversammlungen bei, bei denen man sich mit Züchterkollegen austauschen kann. Die Organisation unserer Ausstellungen sowie der Besuch großer internationaler Ausstellungen bereiten mir ebenfalls viel Freude.
Gibt es ein besonderes Erlebnis oder eine schöne Erinnerung aus Ihrer Zeit als Ehren amtlicher, die Sie teilen möchten?
Da gibt mehrere schöne Erinnerungen, zum Beispiel meine erste Teilnahme an einer Ausstellung im Jahr 1987. Unvergessen bleiben auch die Landesausstellungen, bei denen unser Verein regelmäßig sehr gute Ergebnisse erzielen konnte und meist zu den drei besten Vereinen des Landes gehörte.
Welche Botschaft würden Sie gerne anderen Menschen mitgeben, die überlegen, sich ebenfalls freiwillig einzusetzen?
Wer sich engagieren möchte, sollte sich bewusst sein, dass ein Ehrenamt Zeit, Verantwortung und Verlässlichkeit erfordert, besonders als Vorstandsmitglied. Gerade in einem Kleintierzüchterverein bedeutet dies auch, täglich für das Wohl der Tiere zu sorgen.
Welche Herausforderungen haben Sie in Ihrem Engagement erlebt?
Herausforderungen gab es in meiner Zeit als Sekretär von 1996 bis 2024 zu genüge. Jedes Jahr mussten zwei Ausstellungen organisiert werden, Flyer und Ausstellungsbroschüren erstellt werden. Hinzu kamen die Organisation von Busreisen zu den großen Ausstellungen im Ausland sowie verschiedene Vereinsausflüge.
Was wünschen Sie sich, damit die Arbeit von Ehrenamtlichen in Zukunft leichter wird oder besser unterstützt wird?
Ich wünsche mir einen stärkeren Zusammenhalt innerhalb der Vereine sowie die Einhaltung gemeinsamer Regeln. Zudem wären eine bessere Kommunikation sowie eine stärkere Unterstützung durch unseren Landesverband hilfreich.